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16. Dezember 2009
Auslandhilfe LRK 2008/2009
Naturkatastrophen, Kriegs- und Krisensituationen, Epidemien sowie Flüchtlingsströme fordern jedes Jahr zahllose Opfer. Das LRK versucht nach besten Kräften Menschen in diesen Notsituationen zu helfen.
ISRAEL und die BESETZTEN GEBIETE
 Ende 2008 überwiesen wir aus unserem Katastrophenfonds dem IKRK CHF 20‘000.– für verschiedene
Aktivitäten, die das IKRK zusammen mit dem Palästinensischen Roten Halbmond durchführt,
wie z.B. Nothilfe für speziell bedürftige Personen, die in den Kämpfen ihr Heim und ihr Hab und Gut verloren haben.
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO und SUDAN
Der Weihnachtsaufruf 2008 galt zwei Projekten zugunsten hilfsbedürftiger Kinder in der Demokratischen Republik Kongo und im Sudan. Gesammelt wurden CHF 98‘365.–. Die Fürstliche Regierung stockte den Betrag um CHF 60‘000.– auf. Unsere Projekte haben das Ziel hilfsbedürftige Kinder mit Essen, Kleidung und Medikamenten zu versorgen. Wenn es die Sicherheitslage erlaubt, erhalten die Kinder Schulunterricht. Der Schirmherr der Hilfsaktion ist S.E. Kardinal Polycarp Pengo.
PAKISTAN
Die Hilfstätigkeiten umfassten die Verteilung von Nahrungsmitteln und Gebrauchsgütern,
Arbeiten zur Verbesserung der Wasser- und Sanitätsversorgung. Weiters wurden die Tätigkeiten zur Wiederherstellung der Kontakte zwischen getrennten Familienmitgliedern ausgedehnt.
Im Juni halfen wir daher dem IKRK mit CHF 5‘000.– aus unserem Katastrophenfonds. Im Juli konnten wir dank einer sehr grosszügigen privaten Spende dem IKRK nochmals CHF 20‘000.– zur Unterstützung von 500‘000 Vertriebenen
zukommen lassen.
RUMÄNIEN
Mit dem Bezug des neuen Hauses St. Florin durch die Stiftung Liechtensteinische Alters und Krankenhilfe (LAK) wurde die bisherige Abteilung für Langzeitpatienten des Landesspitals aufgelöst. Das nicht mehr benötigte, aber funktionstüchtige Mobiliar wurde über Vermittlung der Präsidentin des Liechtensteinischen Roten Kreuzes, I.D. Fürstin Marie von Liechtenstein, nach Rumänien gebracht. Empfänger dieser grösseren Posten an Betten, Rollstühlen und anderer Möbel sowie Bett- und Berufswäsche ist ein Spital in Rumänien, die Fundatia Medicala «Speranta Bolnavilor».
KOLUMBIEN
Die Arbeit des IKRK unterstützten wir mit CHF 5‘000.– aus unserem Katastrophenfonds. 2009 werden bis zu 70‘000 intern Vertriebene mit Nahrung und Haushaltsartikeln versorgt.
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
In Nord- und Südkivu hat sich die Lage weiter verschlechtert. Das IKRK kümmert sich um ca. 100‘000 intern vertriebene Menschen. Wir durften eine private Spende von CHF 3‘000.– für diese Aktionen einsetzen.
MITTELITALIEN
Am 6. April ereignete sich in Aquila ein schweres Erdbeben. Über 200 Menschen wurden getötet, weit über 1‘500 verletzt Dankeund ca. 50‘000 Menschen wurden obdachlos. Wir überwiesen CHF 10‘000.– an das Schweizerische
Rote Kreuz für Sofortmassnahmen. Unsere Sammlung ergab insgesamt den Betrag von CHF 95‘000.–. Die Fürstliche Regierung stockte die Sammlung auf, sodass wir über CHF 130‘000.– der Gemeinschaft Sant‘Egidio, einer römischen Hilfsorganisation, zur Verfügung stellen konnten. Die Gemeinschaft Sant‘Egidio konzentrierte sich auf die psychosoziale Betreuung von Opfern des Erdbebens, insbesondere von älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen.
SEEBEBEN INDISCHER OZEAN
Im Sommer erhielten wir die letzte Aufstockung von CHF 290‘000.– seitens der Fürstlichen Regierung an unsere Projekte, die wir seit dem Seebeben vom 26. Dezember 2004 unterstützt haben. Mit einem Restbetrag von CHF 65‘616.– werden wir zum Abschluss unserer Hilfsaktionen ein weiteres Projekt des Schweizerischen Roten Kreuzes unterstützen. Es handelt sich um den Bau von 71 Häusern für bedürftige Familien in Indien. Das Projekt Tarangambadi verlief sehr erfolgreich. Wie geplant, sind die übrigen Projekte nun abgeschlossen.
SRI LANKA
Das Nachfolge-Wiederaufbauprojekt des OeRK, Chenkallady II, ist nun abgeschlossen.
Von den insgesamt 855 Häuser sind lediglich 6 Häuser nicht fertig geworden, zumal die Besitzer kein Engagement zeigten und die Ratenzahlungen daher bald ausgesetzt wurden.
INDIEN
Das Nachfolgeprojekt unterstützt Massnahmen im Bereich Wasser, Hygiene und Abfallbewirtschaftung in 5 nach dem Tsunami wieder aufgebauten Dörfern. Im vergangenen Jahr wurde intensiv mit der Bevölkerung zusammengearbeitet
mit dem Ziel, die durch Wasser übertragenen Erkrankungen zu reduzieren. In 4 der 5 neu besiedelten Dörfern wird der Abfall in den Haushalten in biologisch abbaubare, rezyklierbare und restliche Abfälle getrennt. Diese werden täglich von einer lokalen Organisation eingesammelt und zu Kompost verarbeitet, vermarktet oder fachgerecht entsorgt.
INDIEN MIT DEM INDIENHILFSWERK LIECHTENSTEIN
Nach 2-jähriger Bauzeit konnten alle 300 Häuser des Tsunamiprojekts der Erzdiözese
Trivandrum fertiggestellt und den jeweiligen Familien übergeben werden. 100 Häuser im Dekanat Thoothor wurden ebenso an die neuen Besitzer übergeben wie die 80 Häuser in Valiyathura und 120 Häuser in Cheriyathura. Die Finanzen wurden von den zukünftigen Eigentümern verwaltet und eingesetzt.
YEMEN
Obwohl die Menschen im Yemen vor allem um ihre Sicherheit besorgt sind, müssen sie auch um Nahrung, Wasser, Medizinische Versorgung und eine Unterkunft kämpfen. Die Zahl der Menschen, die Zuflucht in den Camps sucht, wächst ständig. Das IKRK hat zusammen mit dem Roten Halbmond des Yemen die notwendigste
Unterstützung geboten. CHF 10‘000.– aus dem Katastrophenfonds wurden von uns hierzu beigesteuert.
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
 Trotz dem 2003 unterzeichneten Friedensabkommen, dauern die Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo an. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist der Konflikt in der DRC der tödlichste und hat bis anhin 5.4 Millionen Menschenleben gefordert. Mit einem Betrag von CHF 30‘000.– aus dem Katastrophenfonds hat das Liechtensteinische
Rote Kreuz die Aktivitäten des IKRK in dieser Region unterstützt.

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